Tine Thing Helseth spielt Rachmaninov: Zdes’ khorosho

Geschrieben von Frank Stratmann am in Künstler, Musik im Netz, Trompete

Tine Thing Helseth spielt “Hier ist es schön”, so der deutsche Titel. Eine schöne musikalische Bettlektüre, mit der ich das Blog für heute Abend schließe. Selten wurde “schön” mit diesem Hauch Melancholie vertont.

Übrigens: Die “Stille Treppe” für ungezogene Kinder kennen wir ja. Der Komponist Rachmaninov wurde als Kind von seiner Mutter zur Strafe nach Ungezogenheit immer unter den Flügel geschickt und musste dort verharren, bis sie ihn wieder hervorrief. [ref]Quelle: SWR Musikstunde mit Ulla Zierau (2011), http://p2n.me/QcfU6C [/ref] Werden ungezogene Kinder heute nur noch Treppenbauer? Wie weckt man die Sehnsucht, Trompete spielen zu wollen?

Wie vielseitig die Trompete ist zeigt Tine Thing Helseth in Ihrer Version von “Zdes’ khorosho”. Das Stück umfasst nur wenige Noten. Tine spielt hier eine Trompete in C. Wegen des besonderen Klangs in der Klassik üblich. Obwohl das Stück nur wenige Noten umfasst. Mit einer Bb Trompete kommen einige Kreuzchen (#) zusammen. Eine Herausforderung das sehr hoch notierte Stück derart ausdrucksstark zu präsentieren. Im Vergleich zur Tine Version hier noch Anna Netrebko aus Ihrem Album “Russian Album”.

Schnappschuss Musikinstrumenten Museum Berlin (2010)

Liquid Orchestra: Wer möchte mitspielen?

Geschrieben von Frank Stratmann am in Künstler, Musik im Netz

Der Berliner Komponist H. Johannes Wallmann lädt anlässlich des 100. Geburtstags von John Cage ein, sich am Abend des 3. Oktober 2012 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie aktiv zu beteiligen.

Der Name John Milton Cage jr. steht für Schlüsselwerke der neuen Musik. Mehr als 250 Kompositionen erschuf er.

Ähnlich dem Prinzip von Liquid Feedback, ist das Liquid Orchestra für Profis, Laien und Publikum eine Art musikalisches Selbstorganisationsspiel aus Klang, Stille, Chaos und “neu zu entdeckender Schönheit”, wie es heißt. Das Spiel selbst ist eine Auseinandersetzung mit Cage´s Musikdenken und der darin gedachten Freiheit. Aber es verdeutlicht zugleich auch (was wir aufgrund der Ressourcenknappheit längst alle wissen), dass eben nicht “alles geht”.[ref]integralart.de [/ref]

Den Musikern übernehmen unterschiedliche Verantwortungsbereiche. Wer eine traditionelle Teilung zwischen Publikum und Orchester erwartet, wird enttäuscht. Die Musiker sitzen im Raum, um das Publikum herum verteilt. Es geht darum, sich unter Musikern und Publikum miteinander zu vernetzen.

Im Wechselspiel zwischen stillem Hören und musikalischer Aktivität geht es darum, gemeinsam (und jenseits aller Ichsucht) ein musikalisches Ganzes entstehen zu lassen, das mehr als die Summe seiner Teile ist.[ref]ebenda [/ref]

Englische Trompete - Verkürzungsknoten

Englische Trompete zum an die Leine legen

Geschrieben von Frank Stratmann am in Musik im Netz

Trompeter lassen sich eigentlich nicht an die Leine legen. Doch eigentlich geht es gar nicht darum. Mir ist bei meinen Recherchen für dieses Blog ein Beitrag in die Hände gefallen, der sich mit Knoten beschäftigt.

Darin wird auf eine “Englische Trompete” hingewiesen. Bei näherer Betrachtung handelte es sich um einen Knoten (Trompetenstich), der eingesetzt wird, um eine zu lange Leine zu kürzen und unter den Trompetenknoten als “Lange Trompete” bezeichnet wird. Also vielmehr ein Seil. So kann auch bereits ein an beiden Enden befestigtes Seil nachträglich verkürzt werden.

Mit unseren Ventilen verlängern wir ja eigentlich den Weg, den ein erzeugter Ton nehmen soll, damit er jeweils höher oder tiefer klingt. Witzig fand ich noch, dass es gerade einmal 791 Suchergebnisse auf Google zu “Englische Trompete” gibt. Offenbar haben es die Briten nicht so mit Blechblasinstrumenten, denn die 791 Ergebnisse drehen sich zunächst einmal um Knoten, bevor es um Blech geht.

Sei es drum. Jetzt habe ich ausnahmsweise mal Knotenliebhaber hier auf die Seite gelockt und die anderen haben was zum Klugscheißen. Viel Spaß.

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Till Brönner darf keine Currywurst trotz Lippenhantel

Geschrieben von Frank Stratmann am in Künstler, Musik im Netz

Gut, eine normal gewürzte Currywurst ist nicht das Schärfste unter der Sonne und dürfte auch Till Brönner nicht aus den Latschen werfen. Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Ich esse gern scharf. Aktuell steht in meinen Schrank ein kleines Döschen, darauf steht eine Angabe von 800.000 Scoville. Das Zeug ist schon echt heftig und man ist gut beraten, es sparsam zu dosieren.

Übrigens eine Gemüsepaprika hat bis 10 Scoville und die bereits angesprochene Currywurst wahrscheinlich weniger als die mit 100-500 gemessenen Peperoni. Die schärfste Currywurst zumindest im Ruhrgebiet gibt es bei Herzog´s in Wanne-Eickel.

Was mich bei der ganzen Sache beschäftigt ist eine (angebliche) Aussage von Till Brönner, die gleich durch mehrere Online Ausgaben namhafter Redaktionen eilte. Neben der Tatsache, dass Till Brönner seine Lippen mit einer Lippenhantel trainiere, meinte er außerdem …

Zu scharfe Sachen darf ich nicht essen

Zum Schutz seiner Schleimhäute sei das nötig. Was meint Ihr? Ich habe eben mal den Test gewagt. Nach einem kurzen Einspielen auf der Trompete habe ich zu Mittag gegessen und mein kleines Döschen dazu genommen. Gut ich habe es nicht übertrieben. Ein paar Flocken reichen bei einem Wert von 800.000 Scoville. Aber Probleme hatte ich danach auch keine. Auch nach schärferen Sitzungen habe ich das noch nicht festgestellt. Dann lagen allerdings auch mehrere Stunden dazwischen.

Ist es am Ende Übung, so wie man sich an scharfes Essen langsam gewöhnen kann? Was machen südländische Trompeter, die um scharfes Essen gar nicht herumkommen (wollen). Welche Erfahrungen macht Ihr?

Die Meldung, die am 6. April offenbar über die dpa gestreut wurde scheint mir doch eher so etwas wie eine konstruierte Nachricht für das Boulevard zu sein. Ich verlinke an dieser Stelle mal die Google Suche zu “Till Brönner und Lippenhantel“. Denn beim Schreiben dieses Beitrags werden immerhin 2.360 Suchergebnisse für diese Kombination ausgewiesen.

Olmpischen Ringe

Paul McCartney twittert live bei Olympia

Geschrieben von Frank Stratmann am in Künstler, Musik im Netz

Die Olympischen Spiele 2012 in London sind eröffnet. Wie fandet Ihr die Show. Zum Schluss spielte noch Paul McCartney “Hey Jude”. Immerhin ist der Mann siebzig Jahre alt und twittert.

Auch wenn er die hohen Töne von Hey Jude nicht mehr ganz getroffen hat. Das Stadion brüllte sich die Seele aus dem Leib. Dabei ist mir die Botschaft nicht ganz klar geworden.

Mnozil Brass – Von wegen Tell

Geschrieben von Frank Stratmann am in Musik im Netz

Zum Genießen. Ein interessantes Fundstück auf Spotify, das ich Euch unten auch als YouTube Video anbieten kann, das zu Beginn noch um eine komödiantische Einlage länger gehalten ist. Der Anfang ist unterhaltsam, hat aber hat wenig mit Trompete zu tun. Danach wird es rasant überraschend und wer es noch nicht wusste: Die Bandbreite der Blasmusik ist enorm. Dies ist ein äußeres Ende.

Die Mnozil Brass Formation gibt es seit 1992. Gegründet in einem Gasthaus in Wien, das auch den Namen spendete, tourt das Septett mittlerweile auf der ganzen Welt. Nach eigenen Angaben auf der offiziellen Website der Blechbläser gestaltet man 120 Konzerte im Jahr.

Wir stellen uns jeder Herausforderung, kein ton ist uns zu hoch, keine Lippe zu heiss und keine Musik zu minder {{1}}[[1]]Quelle: Website von Mnozil Brass http://www.mnozilbrass.at/die_band.html [[1]].

Die Jungs kommen aus Österreich und ich werde diesem Beitrag später noch einige Infos hinzufügen, Hier schon einmal die Website von Mnozil http://www.mnozilbrass.at

Facebook App Zentrum

Musik im Facebook App Center startet in Deutschland

Geschrieben von Frank Stratmann am in Musik im Netz

Seit der letzten Nacht ist das Facebook App Center auch in Deutschland gestartet. Musik besetzt im Facebook App Zentrum eine eigene Kategorie. Apps können unterteilt in die Kategorien Internet und Mobil (Handy) recherchiert werden.

Alle Apps können bewertet werden. Das klassische 5-Sterne Modell soll Facebook wohl auch helfen, sich von unseriösen App-Anbieter zu distanzieren. Der offene Facebook Standard ermöglicht es vielen Datenhändlern, Apps einzustellen, die lediglich die Daten der User abgreifen sollen und ansonsten wenig oder gar keinen Nutzen versprechen. Eine solche App ist beispielsweise MyCalender, deren Anfragen anderer Nutzer mich immer noch täglich erreichen.